Seit Freitag, den 13. März ist also klar, dass ab Montag, den 16. März noch nie da gewesene Maßnahmen in Kraft treten, die das Leben ganz schön auf den Kopf stellen werden. Ich mache mich also auf den Weg, um zu schauen, ob schon nach Bekanntgabe der drastischen Einschnitte sichtbare Veränderungen in meiner Umgebung spürbar sind.
Mein Weg führt mich vorbei an meinem Nahversorger. Ja, auch hier ist das Klopapier ausverkauft. Menschen aller Altersschichten tragen so viel Klopapier sie tragen können in ihre Wohnhöhlen - als ob es sich beim Corona-Virus um eine Magen-Darm-Grippe handelte. Taschentücher gehen nicht so gut. Klopapier ist der Renner. Das größte Leid, dass sich der Mensch akutell vorstellen kann, ist offenbar Klopapierknappheit. Meinetwegen. Sagt auch schon genug. Außerdem aus: Dosenmais und Pastasoßen. Ich sehe sie vor mir: Sugo in den Topf gekippt mit Dosenmais aufgepeppt, Nudeln gekocht (Nudeln sind nicht aus, nur die Billigware), reingeschaufel und dann bloß drauf wartend, endlich aufs Klo gehen zu können, um den Scheiß loszuwerden. Wenn immerhin dieses Bewusstsein vorhanden wäre.
Gönne mir am Yppenplatz mein letztes Bier nach vier, versuche zuerst "GRM" von Sibylle Berg zu lesen, lausche dann aber doch lieber meiner Umgebung die kursierenden Geschichten ab. Von "übertrieben" ist die Rede. Es wird viel geredet und irgendwie ist Corona der neue Fußball: alle haben was zu reden, alle glauben, sich auszukennen, laufend gibt es zu kommentierende Neuigkeiten, Italien ist wieder mal meilenweit voraus, Spanien zieht aber nach, Deutschland ziert sich noch.
Sehe Menschen mit Wasserflaschen durch die Gegend laufen. Kann Zufall sein, kann aber auch sein, dass sie daran glauben, dass es gegen Corona hilft, wenn man alle 15 Minuten Wasser trinkt. Weil sich so die Magensäure verdünne und blablabla. Das mag gegen das Bier Corona helfen nicht aber gegen das Virus.
Andere Leichtgläubige vertrauen auf den Selbsttest: 10 Sekunden die Luft anhalten, dann weiß man ob man das Virus hat oder nicht. Echt? Wenn man nicht zehn Sekunden lang die Luft anhalten kann, dann hat man auf jeden Fall ein Problem, Covid-19 muss dieses aber nicht heißen.
Sonntag, 15. März 2020
Samstag, 14. März 2020
Urlaub in Quarantänemark
Das ist ein übertriebener Titel. Wien ist nicht unter Quarantäne. Heiligenblut, das Paznauntal und St. Anton am Arlberg sind aktuell unter Quarantäne. Aktuelles ändert sich allerdings gerade sehr, sehr schnell. Deshalb soll hier festgehalten werden, wie sich die Ereigniesse und Erlässe gerade überrollen. Zwei Tage vor der Schließung sämtlicher nicht lebensnotwendiger Geschäfte, zwei Tage vor der Schließung der Cafés, Bars, Gasthäuser um 15 Uhr, vier Tage nach dem Verbot, Veranstaltungen von mehr als 100 Leuten in geschlossenen Räumen abzuhalten. Alles große Einschnitte in unser aller Leben, die bald schon wieder überholt sein können. Deshalb hier ein simpler Bericht der letzten sechs Tage.
Wenn man mitten in ereignisreichen Zeiten ist, kommt einem oft ja das Festhalten des Passierenden gar nicht so wichtig vor. Man hört lieber die gerade laufende Pressekonferenz und erfährt dadurch eh nicht wirklich sehr viel Neues, vergisst aber darauf, was sich schon alles abgespielt hat. Was am Dienstag dieser Woche noch total erzählenswert war, kann ich jetzt niemandem mehr auftischen, alles längst Schmäh von gestern. Aber längst nicht unwichtig für die Entwicklung. Diese Woche ist eine permanente Zuspitzung, es seien die letzten Tage hier nachgezeichnet und dann versuche ich, am Ball zu bleiben.
Der Montagmorgen (9. März) begann so erfreulich. Eine Nachricht aus Meran in Südtirol. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind unter den 9 zum 15. Meraner Lyrikpreis geladenen Autor*innen. Die Lesungen finden am Freitag, den 15. und Samstag, den 16. Mai 2020 in Meran statt. Oh, Meran - schön. Lyrikpreis - super. Auch schön, dass sie so optimistisch in die Zukunft schauen. In zwei Monaten wird man schon wieder nach Italien einreisen dürfen, denke ich mir am Montag, den 9. März am Frühstückstisch und freue mich auf die Reise dorthin.
Vorerst aber freue ich mich auf meine Lesung in Arzl am Dienstag, den 10. März in der kleinen Bücherei dort. Im Zug versinke ich fröhlich in Arbeit, ich komme in Innsbruck an und alles hat sich verändert. Seit Dienstag, den 10. März um 11 Uhr gilt ab Mittwoch, den 11. März die Regelung, dass Veranstaltungen über 100 Menschen in geschlossenen Räumen verboten sind. In der Bücherei Arzl hätten sicher keine 100 Menschen Platz, auch tritt die Regelung auch erst einen Tag später in Kraft, aber es wird, was ich durchaus verstehen kann, abgesagt.
Am nächsten Tag - Mittwoch, den 11. März - wäre ich Veranstalter in der Bäckerei: Slammer.Dichter.Weiter. mit Janea Hansen aus Wien und Emil Kaschka. Die Bäckerei würde die Veranstaltung noch erlauben, ich bin mir aber sicher, dass es besser ist, abzusagen. Weil ich keinerlei Überblick darüber habe, wieviel Menschen kommen würden. Tags drauf, geht dann eh die offizielle Meldung raus, dass bis 3. April mal alles abgesagt ist. Dass der reguläre Bäckerei Poetry Slam davon betroffen sein wird, war ohnehin klar. Wie auch immer - alles verständlich. Wenigstens treffe ich am Dienstag-Abend Freunde zum Biertrinken. War ich halt auf Pizza und Bier mit Freunden in Innsbruck (umgerechnet die teuersten Biere - Hotel musste ich ja schon bezahlen).
Am Donnerstag, den 12. März hätte ich einen dreistündigen Workshop im Gymnasium Stainach abhalten sollen. Der fällt natürlich aus. Ebenso die Moderation des Poetry Slams im ccw in Stainach am Freitag, den 13. März. Dafür bin ich seit Mittwoch wieder in Wien und habe vorerst alle Hände voll damit zu tun, Absagen einzufahren und Ersatztermine vorzuschlagen. Vier Termine wären es diese Woche gewesen. Eine Woche, in der ich ganz gut verdient hätte, wird zum Minusgeschäft. Wie es ausschaut, wird nicht nur der März sondern auch der April zur Gänze einkommenlos ausfallen. Das kann ja heiter werden.
Wenn man mitten in ereignisreichen Zeiten ist, kommt einem oft ja das Festhalten des Passierenden gar nicht so wichtig vor. Man hört lieber die gerade laufende Pressekonferenz und erfährt dadurch eh nicht wirklich sehr viel Neues, vergisst aber darauf, was sich schon alles abgespielt hat. Was am Dienstag dieser Woche noch total erzählenswert war, kann ich jetzt niemandem mehr auftischen, alles längst Schmäh von gestern. Aber längst nicht unwichtig für die Entwicklung. Diese Woche ist eine permanente Zuspitzung, es seien die letzten Tage hier nachgezeichnet und dann versuche ich, am Ball zu bleiben.
Der Montagmorgen (9. März) begann so erfreulich. Eine Nachricht aus Meran in Südtirol. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind unter den 9 zum 15. Meraner Lyrikpreis geladenen Autor*innen. Die Lesungen finden am Freitag, den 15. und Samstag, den 16. Mai 2020 in Meran statt. Oh, Meran - schön. Lyrikpreis - super. Auch schön, dass sie so optimistisch in die Zukunft schauen. In zwei Monaten wird man schon wieder nach Italien einreisen dürfen, denke ich mir am Montag, den 9. März am Frühstückstisch und freue mich auf die Reise dorthin.
Vorerst aber freue ich mich auf meine Lesung in Arzl am Dienstag, den 10. März in der kleinen Bücherei dort. Im Zug versinke ich fröhlich in Arbeit, ich komme in Innsbruck an und alles hat sich verändert. Seit Dienstag, den 10. März um 11 Uhr gilt ab Mittwoch, den 11. März die Regelung, dass Veranstaltungen über 100 Menschen in geschlossenen Räumen verboten sind. In der Bücherei Arzl hätten sicher keine 100 Menschen Platz, auch tritt die Regelung auch erst einen Tag später in Kraft, aber es wird, was ich durchaus verstehen kann, abgesagt.
Am nächsten Tag - Mittwoch, den 11. März - wäre ich Veranstalter in der Bäckerei: Slammer.Dichter.Weiter. mit Janea Hansen aus Wien und Emil Kaschka. Die Bäckerei würde die Veranstaltung noch erlauben, ich bin mir aber sicher, dass es besser ist, abzusagen. Weil ich keinerlei Überblick darüber habe, wieviel Menschen kommen würden. Tags drauf, geht dann eh die offizielle Meldung raus, dass bis 3. April mal alles abgesagt ist. Dass der reguläre Bäckerei Poetry Slam davon betroffen sein wird, war ohnehin klar. Wie auch immer - alles verständlich. Wenigstens treffe ich am Dienstag-Abend Freunde zum Biertrinken. War ich halt auf Pizza und Bier mit Freunden in Innsbruck (umgerechnet die teuersten Biere - Hotel musste ich ja schon bezahlen).
Am Donnerstag, den 12. März hätte ich einen dreistündigen Workshop im Gymnasium Stainach abhalten sollen. Der fällt natürlich aus. Ebenso die Moderation des Poetry Slams im ccw in Stainach am Freitag, den 13. März. Dafür bin ich seit Mittwoch wieder in Wien und habe vorerst alle Hände voll damit zu tun, Absagen einzufahren und Ersatztermine vorzuschlagen. Vier Termine wären es diese Woche gewesen. Eine Woche, in der ich ganz gut verdient hätte, wird zum Minusgeschäft. Wie es ausschaut, wird nicht nur der März sondern auch der April zur Gänze einkommenlos ausfallen. Das kann ja heiter werden.
Donnerstag, 13. Februar 2020
Stainach-Irdning-Pürgg
Mit großem Bedauern geben wir kund, dass am Dienstag, den 12. Februar 2020 um 15Uhr30 im Gymnasium Stainach unsere liebe Freundin und Mutter unzähliger Seiten, die von uns allen geschätzte Schreiblust von uns gegangen ist. Ihr plötzliches Ableben traf uns alle unvermittelt und hart. Die Schreiblust bescherte uns viele schöne gemeinsame Stunden und ist leider für immer futsch. Wir verabschieden uns von der geliebten Freundin und Mutter im Rahmen eines Poetry Slams im ccw und zwar am Freitag, den 13. März 2020. Wir bitten, von Blumenspenden abzusehen, freuen uns aber, wenn Sie alle Ihre Freundinnen und Freunde mitnehmen, um für die Schreiblust ein letztes großes Fest abzuhalten. Der Leichenschmaus wird ausschließlich in flüssiger Form gereicht werden, aber ausreichend vorhanden sein. Auf Ihre Teil- und Anteilnahme freut sich die Trauergemeinde rund um Papa Slam.
Freitag, 1. November 2019
Laber- statt Biberkopf in Berlin
In bester Rainald Goetz Manier loslabern aber auf den Spuren von Alfred Döblin wandern, das war mein Begehr.
Ich nützte meinen Berlin Aufenthalt, um mir den Alexanderplatz vorzuknüpfen. 90 Jahre nachdem Franz Biberkopf vom Großstadterlebnis Berlin überwältigt wurde und die Stadt mit allen Sinnen in allen Fasern wahrgenommen hatte und Alfred Döblin somit einen Klassiker der deutschen Moderen geschaffen hatte, begab ich mich per U-Bahn Richtung Alex, um aufzuschreiben, was mir unterkommt, wenn ich mich von der U-Bahnstation bis zur Weltzeituhr begebe.
155 Schritte, jede Menge Eindrücke, an sich nicht zu fassen, was einen alles umgibt. Ich konzentrierte mich auf 70 Minuten und danach war ich fertig aber glücklich.
Der Text wird dann demnächst im Musilhaus in Klagenfurt bei einem Döblin & Musil Symposion zu hören sein. Ich freu mich.
Ich nützte meinen Berlin Aufenthalt, um mir den Alexanderplatz vorzuknüpfen. 90 Jahre nachdem Franz Biberkopf vom Großstadterlebnis Berlin überwältigt wurde und die Stadt mit allen Sinnen in allen Fasern wahrgenommen hatte und Alfred Döblin somit einen Klassiker der deutschen Moderen geschaffen hatte, begab ich mich per U-Bahn Richtung Alex, um aufzuschreiben, was mir unterkommt, wenn ich mich von der U-Bahnstation bis zur Weltzeituhr begebe.
155 Schritte, jede Menge Eindrücke, an sich nicht zu fassen, was einen alles umgibt. Ich konzentrierte mich auf 70 Minuten und danach war ich fertig aber glücklich.
Der Text wird dann demnächst im Musilhaus in Klagenfurt bei einem Döblin & Musil Symposion zu hören sein. Ich freu mich.
Dienstag, 8. Oktober 2019
Meat Pepo in Aich-Assach im Ennstal
Der Meat-Pepo-Poetry-Slam in Aich-Assach ist aus mehrerlei Gründen legendär. Erstens ist es das kleinste Dorf, das einen regelmäßigen Poetry Slam veranstaltet und das mittlerweile seit satten 11 Jahren. Zweitens hat der Meat-Peop-Poetry-Slam die begehrten Slömys der Kategorie "beschissenste Anreise" und "Beste After-Show-Party" eingeheimst - nicht nur einmal. Drittens ist es der einzige Slam Österreichs, der in einer temporär errichteten Blockhütte ausgetragen wird (ja, links im Bild der Veranstaltungsort, das Aicher-Herbst-Kultur-Quartier; rechts im Bild die luxuriöse Raucher-Lounge); Viertens gibt es für alle Teilnehmer*innen einen Sack voll Fleisch bester Güte; Ja, das muss man alles einmal gesehen und mitgemacht haben. Danke Heinz (im Bild am roten Teppich)!
Dienstag, 24. September 2019
Sommer, SOAK, Nachlese
Der Herbst hat uns in seinen Krallen, höchste Zeit, nochmal etwas Urlaubs- und Griechenlandfeeling nachzulegen. Hatte ja vier schöne Wochen dort, mit Sommer, Sonne, SOAK
Mikro griechisch-Crashkurs
kulinarisch-soakisch
Sand-Schweiß-Sonnencremegemisch,
Himmel, wie pick i
Knoblauch-Gurken-Joghurt-Gemisch:
Tsatsiki
Adoptierte Hunden & Katzen sind
lucky
Hühner & Schweine am Spieß:
Souvlaki
Toilettenpapier in den Kübel, nichts
ins Klo
Röhrennudeln und Hackfleisch: Pastizio
Skandal im Coffeehouse: Eklat, keiner
da!
Melanzani, Faschiertes, mit Pommes
Garniertes: Moussaka
Beliebtes griechisches Getränk mit
Wasser und Eis: Ouzo
Beliebter griechischer Sänger mit
Liebe und Bart: Demis Ruso
Beliebtes Lamm, arni furno, lamb in the
oven
Beliebter Kurs um 17 Uhr – Poetry Slam
Und danach Zak-zak-zak-yn-thos Wasser!
Sonntag, 7. Juli 2019
Urlaub im Kongi
Die Nase in die Sonne hängen. Den Körperrest durch sie
aufziehen und schlucken und Wohlergehen empfinden. Sich sein eigener
Schluckauf sein, aber dabei nicht hicksen sondern lachen.
Die Augen verdrehen, groß machen und eine 180 Grad
Augapfeldrehung vollziehen, auf dass der Blick ins Eingemachte, ins
Eigeninnere in den eigenen Hirnbrokkoli gerichtet ist, dort nichts
anrichtet, aber richtig scharf stellt und die Gehrinwindungsautobahn
entlangrast, um vollkommen durchzublicken, sich zu sehen, sich zu
erkennen, sich ganz und gar zu verstehen und dann nicht Tränen in
den Augen haben zu müssen, sondern ein Grinsen, ein breites, pralles
Augapfellächeln.
Den Mund sich mal an die Lippen ranmachen lassen, an
diesen erst zu saugen, sie dann aber abrupt zu schnappen und zu
schlucken. Denn wenn man Lippen schürzen kann, sind sie auch nur
Gewand, Gewand vom Mund verschluckt, lässt diesen bloß erscheinen,
gebleckte Zähne, nackte Zahnhälse und ein entblößtes Zahnfleisch.
Den Mund darauf darob pfeifen lassen. Nicht frivol friedvoll,
lieblich fröhlich. Wo fidel gepfiffen wird, da wird nicht blöd
geredet, weil pfeifende Menschen nicht..., oh doch. Der Pfiff ist
auch Kommando, ist Befehlsausdruck und Kommentar und doch: Ich pfeif
euch was, nicht aus dem letzten Loch. Ich pfeif mir ein, was mir
beliebt und pfeif auf das, was mir nichts gibt. Ich pfeif mir meinen
Mund ein und bin dann ganz in mir daheim und lächle mit gebleckten
Zähnen.
Die Ohren ausfahren, spitzen, am Läppchen packen und
daran anerkennend ziehen, sich an den henkelgleichen Muscheln
festhalten, zupacken und es den Ohren reinsagen. Ohren freilegen,
Ohren durchputzen, Ohren ausfegen. Den Trommelfellen einen Wirbel
machen. Der Ohrschnecke eins auf den Deckel geben, am Waschelkaktus
rütteln, den Amboss behämmern, bearbeiten, verhauen. Es den Ohren
ordentlich besorgen, sie ganz klein, sie sich in ihr Hirnschalenhaus
zurückziehen machen. Und dann ganz Ohr sein. Mit einem Lachen bis
über beide Ohren.
Oh ja, so bin ich geboren.
Montag, 15. April 2019
Gehsteigpoesie
Such
Schlitz Strom ist Befehl und Alliteration
Gehsteig,
Asphalt, Randstein, wird’s bald?
Brillen
sind Schaufenster der Augen
Wer
Teppiche nicht prackt, muss wohl Staubsaugen
Schnauzer
sind der Oberlippen Mützen
Weint
wer viel, wird es bald pfützen
Kapuzen
sind die Schwestern der Schleier
Braucht
wer hohen Cholesterin er/sie esse Eier
Tau
ist der Pflanzen Nachtschwitze
Flatulenzen
sind abgesonderte Innenhitze
Zwischen
den Schulterblättern blüht der Nackenbaum
Was
der Nase der Rotz, ist dem Bart der Flaum
Nase brennt, Rotz floss, jetzt stockt er
Huste, schneuze, kann nicht mehr!
Bin seit zwei Wochen krank
Aber es gibt ja Bücher - den Verlagen sei Dank!
Dienstag, 12. März 2019
Trugfüße
Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Füßen haben. Manche Füße kommen dem Kopf schon erstaunlich nahe. In einem Sonnenstudio in der Lerchenfelderstraße beispielsweise sind die Nägel mit den Füßen auf Augenhöhe. Ja, ich weiß, der Wiener Winter ist schon lang. Man weiß nicht mehr wo hinten und vorn ist, wo Sonne und Mond und plötzlich sind halt die Füße auf Schlüsselbeinhöhe. Freilich haben auch Schlüsselbeinchen Füsschen mit Zehchen. Die kann man sich in diesem Sonnenstudio bescheinen lassen und ist danach sicher nicht hirnverbrannt höchstens ein wenig angekokelt.
Mittwoch, 6. Februar 2019
Thomas Bernhard Brezina und Sinn & Seife
„In
Österreich braucht man immer ein Problem. Geht auf Fehlersuche. So
funktioniert auch Literatur im deutschen Sprachraum: Man sucht sich
ein Problem, und darum herum wird dann die Geschichte gebaut. Und der
Autor bekommt dafür viel Applaus. Diese Art, die bewundere ich
nicht.“ sagt nicht Thomas Bernhard sondern Thomas Brezina.
Aber Thomas Bernhard und Thomas Brezina haben mehr gemein, als man vermuten möchte. Beide haben die gleichen Initialen und sind bzw. waren auch tatsächlich Menschen, die sich ihre Initialen in Stofftaschentücher und andere Gebrauchsgegenstände sticken ließen. Beide sind ungemein erfolgreich. Thomas Bernhard zwar seit 30 Jahren tot, aber tot verkauft gut und Thomas Brezina hat vermutlich 30 Ghostwriter_innen eingestellt, um eine derartige Fülle von Büchern veröffentlichen zu können. Thomas Brezina war mal der Tintifax im Kasperltheater. Thomas Bernhard war mal das Rumpelstilzchen der österreichischen Theaterszene und im Städtebeschimpfen ist Bernhard natürlich ein Großmeister: „Salzburg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, ich hasse sie alle, weil in ihnen jahrhundertelang der Stumpfsinn warmgestellt ist.“
Thomas Brezina hingegen kommt heute bei der Lesebühne Sinn & Seife zum Zug. Er ist Teil des Skandals der Woche: Jonas Scheiner trifft Thomas Brezina im Whirlpool beim 3-D-Schach. Schaut, hört euch das an:
https://ntry.at/sinnundseifehttps://ntry.at/sinnundseife
Aber Thomas Bernhard und Thomas Brezina haben mehr gemein, als man vermuten möchte. Beide haben die gleichen Initialen und sind bzw. waren auch tatsächlich Menschen, die sich ihre Initialen in Stofftaschentücher und andere Gebrauchsgegenstände sticken ließen. Beide sind ungemein erfolgreich. Thomas Bernhard zwar seit 30 Jahren tot, aber tot verkauft gut und Thomas Brezina hat vermutlich 30 Ghostwriter_innen eingestellt, um eine derartige Fülle von Büchern veröffentlichen zu können. Thomas Brezina war mal der Tintifax im Kasperltheater. Thomas Bernhard war mal das Rumpelstilzchen der österreichischen Theaterszene und im Städtebeschimpfen ist Bernhard natürlich ein Großmeister: „Salzburg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, ich hasse sie alle, weil in ihnen jahrhundertelang der Stumpfsinn warmgestellt ist.“
Thomas Brezina hingegen kommt heute bei der Lesebühne Sinn & Seife zum Zug. Er ist Teil des Skandals der Woche: Jonas Scheiner trifft Thomas Brezina im Whirlpool beim 3-D-Schach. Schaut, hört euch das an:
https://ntry.at/sinnundseifehttps://ntry.at/sinnundseife
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