Dienstag, 23. November 2021

Letzte Ausfahrt


Ja, ich nütze das Klimaticket. Ja, ich nütze die Reisefreiheiten. Ja, ich war noch einmal unterwegs, bin aber jetzt auch brav daheim im fröhlichen Downgelocke. Gebe mich wöchentlich wieder den Bestandsaufnahmen Status Quovid-19 hin und die neueste Botschaft ist die Nummer 53, der Beginn der vierten Staffel und trägt den Titel "Wurststrecke".

Es geht um schöne Wörter mit Doppel-pf. Ja, Impfpflicht ist eines davon, Rumpfpfizer ein anderes. Pflumpfpfrollen ist sogar ein Dreifach-pf-Wort. Das hat aber alles nichts mit diesem Prachtspiegellöwen zu tun. Der ist mir im Innsbrucker Hofgarten begegnet. Da standen auch Einhörner, Steinböcke und waren Eichhörnchen auf Bäume geschnallt. Alles aus Lichterketten. Aber ich sag immer: Sonnenlicht so lange es noch geht! Vor allem, wenn der Herbst derartige Stücke spielt wie momentan.

Ob ich Innsbruck dieses Jahr nochmal sehen werden darf? Klar, wenn ich Skifahren will, darf ich kommen. Wenn ich Auftreten will muss ich mich noch gedulden. Vielleicht ja doch schon Mitte Dezember wieder. Ich bin guter Dinge und derweil einfach mal daheim.

Mittwoch, 17. November 2021

Prälockdown Lockerungsübungen

Habe gerade das Mittagsjournal ausgeschaltet. Werde heute auf jeden Fall eine Kulturveranstaltung besuchen und danach oder auch schon gleichzeitig Bier trinken. Bin der Ansicht, dass sich die Ereignisse in den nächsten Tagen überschlagen und sich unsere Befugnisse wieder einschränken werden. Die Wintersaison, das Weihnachtsgeschäft, die deutsche Reisewarnung - das scheinen die Argumente zu sein, die ziehen. Die Intensivbettenlage, die Überbelastung des Pflegepersonals und generelle medinzinische Überlegungen scheren nur die Wenigsten. Muss mir also jetzt schon überlegen, ob ich wieder jeden Montag ran muss, um Montagsdepeschen zu verfassen. Ja, werde das wohl machen, sofern ich auch wieder am Auftreten gehindert werden sollte. Mal sehen, was noch wie lange geht. Einstweilen ein Ratschlag (angelehnt an einen alten Geier Sturzflug Hit): Besuchen Sie Veranstaltungen, so lange es noch geht.

Montag, 13. September 2021

19. Innsbrucker-Prosa-Festival und Literaturfest im Stromboli

Der September ist dicht. Festival an Festival, Fest an Fest, Bier auf Bier. Soll sein. Waren ja schon ganz schön hart und ganz schön langweilig die letzten 18 Monate. Wir haben also alle allerhand aufzuholen. Die nächsten Tage bieten beste gelegenheit dazu.
Am Mittwoch, den 15. September beim Literaturfest im Stromboli in Hall und Donnerstag, den 16. bis Samstag, den 18. September dann beim Innsbrucker-Prosa-Festival. Mal bin ich als sportlicher Leser mit Peter Clar eingespannt, mal bin ich Teil des Organisations-und-Moderations-Teams (mit Robert Renk, Martin Fritz und Carmen Sulzenbacher).
Empfehlen und euch gerne da oder dort sehen, möchte ich euch alle Tage. Mit fröhlichem Juhui und jeder Menge Vorfreude. Euer Markus
(Das tolle Foto ist in der Stadtbücherei Bregenz entstanden und hat Alexandra Ajkovic gemacht)

Mittwoch, 21. Juli 2021

Wir sind ZIB


Am Dienstag, den 20. Juli 2021 um 9 Uhr morgens, gab es einen Bericht über "Schneller, höher und so weiter" in der ZIB.
Noch ist der Beitrag zu sehen und zwar hier

Das ist natürlich eine Freude und Ehre. Schön auch, dass sich direkt danach das Frühstücksfernsehen "Guten Morgen Österreich" gemeldet hat und uns beide haben will. Ich werde da schon in Griechenland sein und mir die Wellen auf den Bauch klatschen lassen, mein Sport-Bro Peter allerdings wird aufstehen und dort hingehen. Das wird auf jeden Fall ein Höhepunkt unserer Fernsehgeschichte. Ich wünschte, ich könnte mit dabei sein. Hoffentlich zeigen sie wenigstens unsere süßen Pressefotos.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Nur das Welsentliche

Ein neues Buch ist da! Es erblickte das Licht der Welt in Wels zum 40. Geburtstag des Kulturvereins Waschaecht im Schl8hof. Es ist die Frucht meiner StaTTschreibertätigkeit 2017/18 und es heißt "Nur das Welsentliche". Um es mit einem Zitat aus dem "Jokerman" des Welser Stadtschreibers 2018 Stefan Kutzenberger zu sagen, der sich dabei auf den guten alten Kierkegaard beruft:
"Lässt man sich darauf ein, sein Leben erzählend zu wiederholen, so seine Überlegung, ergibt sich die Moral von selbst, denn jede echte Erinnerung, will sie nicht bloße Gedächtniskunst sein, wird sich automatisch auf einen einzigen Gedanken beschränken, da nur das Wesentliche tatsächlich erinnert werden kann."
Was soll ich sagen, so ist es und so war es in Wels. So ist es und so war es mit mir und Wels. So wahr ist es, was darin zu lesen ist und so schön ist es gestaltet von Theresia Emm Meindl.

Mittwoch, 9. Juni 2021

Yppenplatz und Herkunftsbuch


Am Sonntag, den 6. Juni 2021 gab es vormittags auf ORF2 einen Beitrag über "Zurück in die Herkunft". Das ORF-Team rund um Spohie-Laura Weilandt und ich verbrachten einen Nachmittag am Yppenplatz und ich durfte aus dem Buch rezitieren und Fragen beantworten. 

Ich durfte auch einfach nur Rumflanieren und so tun, als ob ich nicht wüsste, dass die Kamera zuschaut. Das war in Summe eine tolle Erfrahrung und es ist ein sehr scöhner Beitrag geworden. Weil er ja nur mehr ein paar Tage in der TVTheke anschaubar ist, hier ein paar Screenshots von Mieze Medusa. Im Hintergrund drängt sich der Millstättersee ins Bild. Das ist sehr okay.



Dienstag, 13. April 2021

Jenseitspost und Daseinserläuterungen


Schneller, höher und so weiter war schneller. Jetzt ist auch "Zurück in die Herkunft" da. "Ein Nabelschaulauf zu den Textquellen" ist der flotte Untertitel.
Ein anderer Untertitelvorschlag war der Titel dieses Beitrags oder auch "Briefe. Prosa. Slam." oder auch "Backgroundliteratur". Der langjährige Arbeitstitel lautete ja "Poesiereprise".
Jetzt will diese "Buchspurensuche" nur noch präsentiert (hoffentlich am 10. Mai im Café Central, sonst halt gestreamt), gekauft und gelesen werden.
Bestelln kann man "Zurück in die Herkunft" gerne beim Verlag Sonderzahl. Danke an dieser Stelle an Matthias Schmidt für die großartige Buchgestaltung!

Montag, 8. Februar 2021

Schneller, höher und zurück in die Herkunft


Es muss ja doch weiter gehen. Letztes Jahr fanden die Olympischen Sommerspiele in Tokio ja leider nicht statt, ob sie dieses Jahr ausgetragen werden, steht noch in den Sternen. Uns (Peter Clar und mir) ist das jetzt mal egal. Das Buch ist längst geschrieben, es ist im Jahr in der Warteschleife auch überarbeitet worden und es kommt jetzt (nächste Woche) auf alle Fälle raus. Egal, was Corona und Tokio machen. Die Sportarten bleiben ja auch. Wir haben über alle Sportarten, die dabei sind, geschrieben und das alles mit Fakten, Fanwissen und Fiktionen versehen (und wird am Dienstag, den 23. Februar in der Alten Schmiede präsentiert, sprich gestreamt). Das ist lustig, sportlich und weiterbildend. Was will man mehr von einem Buch? Noch ein Buch, richtig.

Gut, dass noch eines rauskommt. Das war schon lange für dieses Frühjahr geplant. Zurück in die Herkunft (ZIDH) ist eine Mischung aus Slam-Texten und Essays, aus Gedichten und Literaturgeschichten, aus Blumen-Vierzeilern und Ribiselschnaps-Prosa-Exzessen. ZIDH ist schwer einordenbar, aber schwer in Ordnung. Davon wird man sich spätestens bei der Präsentation am 10. Mai im Café Central (geimpft, genesen, getestet) überzeugen können.

Mittwoch, 27. Januar 2021

Best-of-Montags-Depeschen im Luna's Dream



Das hat sich sehr schön angefühlt neulich im Luna's Dream:
https://youtu.be/5lHSgPKXZDo

. Vielen Dank dafür an alle, die live mit dabei waren. Es war Sonntag, der 24. Jänner 2021. Ein Monat nach Weichnachten ein Fest der besten Montags-Depeschen, der Bestandsaufnahmen, die ich seit März 2020 in die Welt schicke.
Hier zu hören: Bierfremdeln (Nr. 5), Punschkrapferlglücklich (Nr. 26) und Gulaschschöpfer und Skigebieter (Nr. 31). Viel Spaß damit!

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Fritz-Frizzante Portas

 oder Sektchen oder Proseccole? Egal. Hauptsache Brause in der Wanne und Prickel im Buch.

Es war nicht alles schlecht in diesem Jahr. Es sind auch Dinge passiert, die man sehnlichst erwartete. Es ist zum Beispiel das Buch „Die Vorbereitung der Tiere“ (edition laurin 2020) von his Diskursglitterhighness mit Schlangenfakeledergürtel Martin Fritz erschienen. Ja, Martin-ich-schreibe-momentan-nicht-an-einem-Roman-Fritz hat es endlich getan. Er hat ein Lesebühnen-und-Slam-Poetry-Texte-Buch geboren.

Es lässt sich viel Gutes über dieses Buch sagen, aber die vernunftbedingte Blogbeitragszeichenobergrenze verbietet es fast vollständig. Nur so wenig: Das Buch hat Samtpfoten, ein Wuschelfell und einen mords Potzn Hirn; es kann fliegen, pflügen und Horizonte erweitern. Die Lektüre ist mehr als eine Adventure-Kontroverse, sie ist Pflicht, Kür und Tonya Harding in Bestform. Vom Glatteis gleich in die warme Wanne, denn man kann sich auch einfach von Martin vorlesen lassen.

Zum Beispiel hier: https://www.youtube.com/watch?v=M2WeNWHFC-8

Martin-ich-kann-nicht-reimen-Fritz kokettiert in seinem Buch mit Schwächen und arbeitet „mit der Präzision einer sehr jungen Eistänzerin“ mit Vergleichen aus der Popkultur ebenso wie mit Bildern aus Szenen einer Ehe.Der Autor präsentiert uns stets beide Seiten seiner Medaille: den Meta-Martin und den Witz-Fritz. Die vorgeführten und vorbereiteten Tiere sind im Grunde auch nur Menschen aber immerhin bessere.

Martin krempelt um und die Literaturärmel hoch

Wären diese Tiere Essen, sie wären ein Lifehackbraten. Philologisch betrachtet ist „Die Vorbereitung der Tiere“ (DVDT) ein Konservatorium beglückender Wörter. Literaturhistorisch betrachtet ist DVDT gewissermaßen die Fortführung von Dietmar Daths „Abschaffung der Arten“ oder aber auch die Vorbereitung darauf. Jedenfalls rückt Martin-alles-geht-immer-nie-aber-man-darf-es-wollen-Fritz für uns aus, um uns die Welt zugänglicher zu machen und sie uns mit „kardanischer Aufhängung“ und somit allzeit anschaubar zu präsentieren.

Da müssen die Inhalts- und Handelsregister erst gar nicht gezogen werden, denn diese Texte sind, sie wesen, und wer bereit ist, sich ein bisschen auf die Kraft der Fritzschen Literatur einzulassen, wird mehr bedient werden, als gedacht.

DVDT ist patente, angewandte Lebensweltverkittung sanftes Abdriften ins gepflegte Koatlacklerische inklusive. Was bleibt: Wir wissen nicht, was kommt (doch bald ein Roman oder wieder ein neues Stück?), freuen uns aber auf alles wie die Bilche auf den Winterschlaf.