In Unterretzbach enterten wie die Open-Air-Bühne nach einer Big-Band, die Jazz-Standards ebenso spielte, wie vertraute Melodien aus Funk- und Fernsehen. Wie lange habe ich die Autofahrer-unterwegs Kennmelodie nicht mehr gehört... aber sofort erkannt. Die Bühne ist groß, das Publikum weit weg, aber zahlreich vorhanden. Das Wetter ist sommerlich, die Stimmung freundlich, die Aufmerksamkeit voll gegeben. Der ausrichtende Kulturverein hat da ein tolles Festival auf die Beine gestellt. Am Vorabend spielten u. a. Attwenger, nach uns - dann im Vereinslokal REKURA (Retzer Kulturraum) - gibt es noch Trixi Neundlinger zu erleben. Grund genug, ein REKURA-Akrostichon zu verfassen. Es war Teil des Jaschke-Programms und soll hier nachgelesen werden können.
REKURA
Retzer*innen erleben
Kunst und richtige Autor*innen
Recht eindrücklich
komponierte Ur-Sonate rettet Auftakt
Redselige
Einheimische kuratieren Umtrunk reichlich ausgewogen
Roter Essig kann
unglaublich resch abgehen
Rentner*innen
erobern Küche und ramponieren alles
Redlicher Erfolg
kürt ungewöhnlich radikalen Auftritt
Rührend, expressiv,
kühn und regelrecht ausgelassen
Richtungsweisende
Eindrücke komprimiert und recht aufrichtig
Reinigend,
erfrischend, konzeptionell umfänglich, rechtfertigt Applaus
Um nach Falkenstein zu kommen, mussten wir bis Staatz mit dem Zug fahren und dann von Fritz abgeholt werden. Weil Staatz quasi an der Staatsgrenze und Tschechien ganz nah liegt. Auf der Staatzer Kalksteinklippe steht ebenso wie in Falkenstein und in Mikulov eine Burgruine. Die sind ganz hübsch anzuschauen und leicht zu erklimmen, also die Hügel, nicht die Burgzinnen. Wir wandern also vor dem Auftritt durchs Gebüsch Richtung Burg und bereuen es nicht. Tolle Aussicht, tolle Bäume, voll das Abenteuerfeeling. Das Wetter spielt auch mit. Erst sonnig, dann ein Regenguss zur Abkühlung und kurz vor Auftrittsbeginn dann wieder heiter. Das lässt das Publikum zu Kunst im Stadel strömen. "Kunst im Stadel" wird von Gabriela Waberer und Fritz Herzog betrieben und hat sich als perfekte Location erwiesen. Wir danken euch dafür!

