Posts mit dem Label Hamburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hamburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. März 2013

Nord-Ostsee-Rallye

Suppentinten

voll aufgefischt
beim portugiesen
der La Sepia
sich nennt
man den tintenfisch so
im italienischen
tisch
war keiner frei
fisch
war viel
und gut und nicht
teuer
Im Bild oben zu sehen: Ein Raddampfer in Hamburg und eine "Super Currywurst"-Tafel.  Im Gedicht oben zu lesen: Wir fanden ein tolles Fischlokal am Schulterblatt unweit der "Superbude", die wirklich so heißt und eine tolle Hamburg Unterbringung ist.
Hamburg war vergangenen Mittwoch freundlich frühlingshaft gestimmt, drei Tage später kämpften wir uns durch 15 Zentimeter neuschnee und schlitterten die Gehsteige entlang. Wir haben es überlebt. Was blieb ist ein Hüsteln. Das Astra ist längst abgebaut aber in guter Erinnerung. Currywürste werden neuerdings in Nobelwurstbuden Wuchtbrummen genannt und Hamburg legt wert auf kräftige Espressi. Das ist beispielsweise auf Sylt anders (siehe Bild). Dort herrscht der böse WMF-Automat und die steife Brise. Dafür gibt's Meer zu sehen und Sand die Menge. Dass das die Nordsee ist, muss man wissen. Vor allem, wenn man am Tag vorher und am Tag nachher an der Ostsee ist (Kiel / Lübeck).

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Kloschüsselsitzrandreinigung

So wie sich momentan die Brillen von 15-35jährigen in der Kreativ-Branche beständig vergrößern, vergrößern sich momentanauch die Klobrillen in Bahnhofstoiletten. Beide werden auch immer teurer. Also die Brillen einerseits und die Brillen - respektive Toilettenbesitz und -benutzungen andererseits.
Wohingegen sich bei den Nasenbrillen oder den Augen - wie meine Oma immer zu sagen pflegte ("Warte Bub, ich muss nur schnell meine Augen suchen!") - die Gläser vergrößern, verbreitert sich bei den Klobrillen der Rahmen, also die Aufsitzfläche.
Wenn mann ganz genau ist, muss man sagen, dass es gar keine Brillen mehr gibt, sondern nur mehr das Nackte, Kühle zum Draufsitzen und Selbstreinigen. Weil in die 1 € Zelle gehen ja nur die Kacker und die mit ganz, ganz großem (also kleinem) Schwanzproblemkomplex.

Das Inventar wird in Summe schlichter und ist auf das Wesentliche reduziert. Ein Thron mit großem Einschissloch und breitem Sitzrahmen. Keine Bürste, keine Dinge zum Mitnehmen oder Zerstören. Solide Kleiderhaken und an der Wand, nebst den metallbehältergeschützten Klopapierrollen ein Reinigungsmittelspender für die persönliche Kloschüsselsitzrandreinigung.
Man sprüht das Zeug also auf geknülltes Klopapier und ist sodann bis über den Ellenbogen eingesaut, ist mit einer Duftnote versehen,die man für den Rest des Tages nicht mehr los wird.
Eau de Toilette HaHa (Hamburg Hauptbahnhof) heißt der neue Renner (ja, ich bin ein Trendsetter), individuell gewürzt mit Selbstverdautem (je nach Küche der Saison), zu haben um schlappe 1 €, hält stundenlang und macht dich unverwechselbar.

Was? Das soll leicht beschissen sein? Vonwegen. Der wahre Beschiss ist der real existierende Parfumwahnsinn. Lieber 80mal sauber und gut abgekackt auf den Bahnhofstoiletten Deutschlands (in Österreich kann man noch für 50 Cent dafür fehlt's aber oft am Duftspender), als so ein Fläschchen Hugo, Escade, Gucci oder sonst was!
Wider den Parfumirsinn!

Ach ja, das Bild ist nicht in Hamburg entstanden. Sondern in...? Wer weiß es? Sachdienliche Hinweise erbeten, Belohnung ausgeschrieben.