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| Fröhliches Haus in Dabolim |
Im Grunde ist das ja die richtige Annäherung ans Meer. Von der Großstadt erst mal in die Einflugschneise von Goas. Mein Balkon schaut nicht auf die stark befahrene Straße, dass aber gegenüber von der Hoteleinfahrt die streng abgeriegelte "AGRO CHEMICALS LDT" ihr Unwesen treibt, ist fast schon ein bisschen zu viel Urlaubshorrorklischee. Kreischen die Vögel deshalb so schrill, weil sie von chemischen Dämpfen ganz verweht sind? Sind die Hunde etwa nicht bloß friedlich sondern ruhiggestellt? Sogar die Mücken sind eher damisch als lästig. Was hat diese Krähe um den Schnabel für komische Flecken? Wieso sind die Tauben so zutraulich? Hätte ich vielleicht doch nicht im Pool schwimmen sollen? Was sind das für rote Punkte auf meinen Unterarminnenseiten, Oberschenkelunterseiten, Fußrücken, Handflächen - Himmel, ist das mein Gesicht, das da grad vom Tisch platscht? Oder ist etwa nur das Tikka Masala so scharf?
Ich enstpanne mich langsam. Der Schreibknoten löst sich, mir platzt der Phantasikragen und das mit der Düngerfirma gegenüber passt insofern, als es eine Klammer schließt, denn der wirklich sehr, sehr gute Guide, den wir in Kolkata hatten, bekannt, dass er beruflich Gift verkaufe ("I sell poison"), also Kunstdünger im großen Stil vermarktet, aber in seiner Freizeit eben gerne liest und spezielle Führungen macht. So ist das hier. Alles sehr gegensätzlich.

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