TAG 6 beginnt
zwei Stunden später als geplant. Wir haben die Rechnung nämlich ohne
den Vodka gemacht. Den Wecker hören wir nicht. Die Panik beim
Erwachen wirkt dann aber eh viel besser als ein Koffeinkopfschuss.
Wir packen im Eilverfahren. Zahlen, taxen zum Flughafen, geben dem
Taxler die letzten 10.000 Sum, checken als letzte Passagiere ein,
lassen uns auch vom Papierkram-Vorweisen (diverse Registrierungen,
ein Zollwisch auf russisch!) nicht mehr nerven und abhalten, den
Flieger doch noch zu erwischen. Von Restalkohol kann noch nicht
gesprochen werden. Die Vodkablume blüht noch in all ihrer Pracht und
macht uns herrlich unbekümmert und zuversichtlich. Dass wir
tatsächlich um 8 Uhr 55 beim Gate B1 stehen (obwohl wir erst um 7
Uhr 45 das Licht dieses Tages erblickten), glauben wir – wären
wir nicht gerade allumfassend glückselig – selbst am
allerwenigsten. Aber der Vodkaboost macht's möglich. Der Taxler
schonte seine Blechdose auch nicht, die Schlange beim Check-in haben
wir uns erspart und zwei Stunden vor Abflug vor Ort zu sein, ist nur
was für Luschen, ist zu gewöhnlich, zu sicher, zu langweilig, ist
schlicht Zeitverschwendung.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Die Magenhyäne und der Koffeinkopfschuss
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